Vohburg (zoe) Nur an die 50 Mitglieder des TV Vohburg, mit 1415 Mitgliedern größter Verein der alten Herzogstadt, hat der Vorsitzende Michael Huber zur Jahresversammlung begrüßt. In seinem Bericht ging Huber auf die rege Vereinstätigkeit ein. Für den vor Jahresfrist beschlossenen Bau eines Kleinspielfeldes sei ein Zuschuss durch die Stadt von 20 000 Euro zugesagt worden, und jetzt soll es dann mit den Arbeiten, hauptsächlich in Eigenleistung, losgehen. Huber lobte ausdrücklich die Jugendabteilung, welche die Umkleidekabinen umgestaltet und das „Stüberl“ wieder in Betrieb genommen habe. Zudem hätten sie den TV Vohburg mit der Organisation von Hallenturnieren, mit dem Stickeralbum und mit einem hervorragenden und vor allem gut gepflegten Internetauftritt noch weiter bekannt gemacht. 

Ein weiterer Punkt war der Zustand der Tartanbahn um den Hauptspielplatz. Schon 2014 angesprochen, hätten sich die Löcher im Belag vergrößert. „Wer haftet im Fall eines Unfalls?“, fragte er den anwesenden Bürgermeister. 

Zum Abschluss gab Huber bekannt, dass er bei den Neuwahlen 2018 nicht mehr kandidieren werde. Dies habe er vor fünf Jahren für die Wahl 2015 schon gesagt und sich noch einmal überreden lassen. Nächstes Jahr sei definitiv Schluss, sagte er. 

Kassier Bernd Eisenhofer legte bei seinem Bericht das Augenmerk erneut auf die Liquidität. Die flüssigen Mittel haben sich um etwa 18 000 Euro vermindert, wobei die Minderung des Geldvermögens auf den Tilgungsraten der Darlehen für das Vereinsheim und die beiden Fotovoltaikanlagen von insgesamt etwa 38 000 Euro beruht. Das Bestreben, den Verein möglichst bald schuldenfrei zu machen, betonte auch Michael Huber jun., der den Wirtschaftsplan für 2017 vorstellte. „Wenn alles klappt, ist dies Ende 2022 der Fall. Bis dahin müssen wir sparen und Sonderwünsche aus den Abteilungen zurückgestellt werden“, meinte er. Dass es um den TV Vohburg nicht schlecht gestellt ist, bewiesen die bekanntgegebenen Buchwerte des Aktivvermögens von rund 571 000 Euro, bei Verbindlichkeiten von rund 135 000 Euro. 

Nach der Entlastung des Kassiers und den teilweise sehr ausführlichen Berichten aus den Abteilungen ergriff Bürgermeister Martin Schmid das Wort. Er zollte dem Verein Respekt, redete aber den Fußballern ins Gewissen: „Wie alle wissen, schlägt mein Herz für den Fußball. Der momentane Tabellenplatz ist alles andere als zufriedenstellend“, sagte er. In Sachen Tartanbahn beruhigte er den Vorstand. Man werde die Sanierung in Angriff nehmen, und haften würde die Stadt als Eigentümer. 

Der Bürgermeister hatte aber auch einen Wermutstropfen anzubringen: Man müsse demnächst eine Lösung zum Problem „Sportplatzpflege“ finden. Diese koste der Stadt für den TV etwa 25 000 Euro im Jahr und in den vier Ortsteilen Menning, Irsching und Rockolding durchschnittlich 2500 Euro. Dass dies deshalb ein Dauerthema in den Ortsteilen sei, könne man verstehen.

Donaukurier,  18.03.2017 Ausgabe Ost